Nach einer Phase der Unsicherheit im März 2020 können wir sehr zufrieden über die digitale Ausführung des Parlement européen des lycéens sein.

Gaétan Glaub, Vorstandvorsitzender von Let’s promote Europe (LPE)

Das Parlament européen des lycéens (PEL) ist Anfang Dezember erfolgreich zu Ende gegangen. Rund 130 Schülerinnen und Schüler sollten Mitte März 2020 zwei Tage lang im Europäischen Parlament in Straßburg über aktuelle Thematiken debattieren. Wegen der Coronakrise wurde die gesamte Veranstaltung verschoben und digital ausgeführt. Debattiert wurde auf Französisch, Deutsch, und Englisch.

Das PEL ist ein Planspiel, welches den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen europäischen Ländern die Arbeitsweise des Europäischen Parlamentes näherbringt. Die Teilnehmenden werden schulübergreifend in die Parteien des Europäischen Parlaments eingeteilt und erarbeiten gemeinsam Änderungsanträge für eine gestellte EU-Direktive. Die Jugendlichen haben sich dieses Jahr mit den Themen „Digital Health“ und Umwelt beschäftigt. Dabei haben sie nicht ihre persönlichen Positionen vertreten, sondern die der einzelnen Parteien. So erfahren sie die demokratische Meinungspluralität und Debattenkultur. Nach der parteiinternen Ausarbeitung findet ein Lobbyingphase statt. In der ursprünglich geplanten Präsenzversion hätten sie vor Ort in Straßburg am ersten Tag dazu Zeit gehabt, bevor die Debatten im Plenum mit Abstimmungen über die jeweiligen Änderungsanträge durchgeführt werden. Am Nachmittag finden dann die Abstimmungen und Debatten statt, am zweiten Tag wäre ein spannender Expertenvortrag über die EU StratCom Task Force auf das Programm gewesen.

Nach der Absage des Präsenzprogramms hat das Organisationskomitee von Let’s promote Europe (LPE) ein Konzept für eine Online-Edition des Europäischen Schülerparlament entwickelt. Es wurde ein eigenes Abstimmungssystem entwickelt, um allen Teilnehmenden eine bestmögliche Erfahrung zu bieten. Ab Anfang Oktober 2020 setzten wieder die parteiinternen Ausarbeitungen und Besprechungen ein. Nach einer Lobbyingphase zwischen den Parteien fand pro Thema und Partei jeweils eine 30-minütige Debatte statt. Alle sieben Parteien hatten die Möglichkeit, ihre Änderungsanträge im Gesamtplenum in insgesamt 14 Diskussionsrunden vorzustellen. Berichterstatter nahmen für die fehlenden Abgeordneten eine entsprechende Empfehlung vor. Nach den Diskussionsrunden wurde Online abgestimmt, ob der jeweilige Änderungsantrag angenommen wird oder nicht.

Über die Online-Edition kam von den Teilnehmenden positives Feedback. Auch das Organisationskomitee ist zufrieden mit dem finalen Ablauf des Projektes. Nach einer Phase der Unsicherheit im März 2020 können wir sehr zufrieden über die digitale Ausführung des Parlement européen des lycéens sein.

„Nach einer Phase der Unsicherheit im März 2020 können wir sehr zufrieden über die digitale Ausführung des Parlement européen des lycéens sein“, sagt Gaétan Glaub, Präsident des Organisationskomitees und Vorstandvorsitzender von Let’s promote Europe (LPE). Das Team von Let’s promote Europe (LPE) freut sich, auch weiterhin spannende Projekte im Bereich der politischen Bildungsarbeit zu organisieren und blickt zuversichtlich in das Jahr 2021. Die Planungen für das PEL 2021 haben schon begonnen.

Let’s promote Europe.

Shaping the future of Europe together